„Bei Cocoon steckt die Pflege schon in der Faser“

Gerti Stegmann und ihr Team sind echte Weltverbesserer.
Inside Bauerfeind
10. Oktober 2017
Niemand mag trockene Haut. Träger von Kompressionsstrümpfen erst recht nicht. Sie sind davon nämlich besonders häufig betroffen. Gerti Stegmann und ihrem Team ist es gelungen, einen Kompressionsstrumpf zu entwickeln, der die Haut nicht austrocknet, sondern pflegt. Das gelingt durch den „magischen“ Faden, der im VenoTrain cocoon enthalten ist.

Trockene, empfindliche Haut kann viele Ursachen haben, zum Beispiel das Hautalter oder ein entsprechender Hauttyp. Sehr helle oder sogenannte irische Hauttypen stehen vor besonderen Herausforderungen, was die Hautpflege angeht. Wenn sie Kompressionsstrümpfe tragen möchten oder müssen, wird es oft noch komplizierter. Denn gleich zwei Dinge trocknen die Haut noch stärker aus: zum einen der mechanische Druck, den der Strumpf auf die Haut ausübt; zum anderen Scherkräfte, die dafür sorgen, dass sich die oberste Hautschicht verschiebt. Durch Eincremen mit einer Pflegelotion können die Patienten zwar temporär eine Linderung erfahren – die Experten bei Bauerfeind wollten aber eine smartere Lösung. Deshalb haben Gerti Stegmann, seit neun Jahren Produktentwicklerin im Bauerfeind Innovationscentrum, und ihr Team den VenoTrain cocoon entwickelt. Durch einen besonderen Faden wird die Haut während des Tragens mit Pflegestoffen versorgt und trocknet daher nicht aus: „Wir können den Patienten mit dem Cocoon ein Produkt geben, mit dem sie darüber einfach nicht mehr nachdenken müssen“, erklärt Stegmann.

Die Herausforderung war es, eine neue Faser so in einen Strumpf einzubauen, dass sie gut funktioniert.

Die Suche nach der passenden Faser

„Das Projekt war eine ganz besondere Herausforderung. Wir mussten eine Faser, die wir so noch nie verwendet hatten, in einen Strumpf einbauen, und zwar so, dass sie auch funktioniert“, berichtet Stegmann. Dafür machten sich die Experten auf die Suche nach einem Material, das die Pflegewirkstoffe gut verankert, aber gleichzeitig an die Haut abgibt. Fündig wurden sie bei Cellulose: „Das ist wie ein offener Schwamm, in dessen Kammern sich die Wirkstoffe ihren Platz suchen und sich fest verankern.“ Durch die Matrixstruktur der Cellulose bleiben die Wirkstoffmoleküle lange erhalten, über Hautkontakt entfalten sie jedoch auch ihre pflegende Wirkung.

1000 Meter Faden stecken in einem einzigen Strumpf.

„Die neue Faser, die wir entwickelt haben, besteht aus einer Kombination aus Cellulose und Baumwolle. Der Wirkstoffkomplex ist in den Celluloseanteil integriert“, erklärt die Produktentwicklerin. „Die Kombination dieser Materialien zusammen mit dem Wirkstoff ist eine völlig neue Technologie, die es so vorher noch nicht gab.“ Die Baumwolle wirkt dann noch einmal wie ein Schutzmantel, sodass dem Wirkstoff nichts passiert. Insgesamt stecken in jedem einzelnen Strumpf etwa 1000 Meter Faden.

Diese Kombination ist etwas völlig Neues!

Überzeugende Materialkombination

Cellulose und Baumwolle passen als Fasern sehr gut zueinander. Die Baumwolle schützt die Cellulose, gibt ihr gleichzeitig Struktur und verlängert die einzelnen Cellulosefasern noch, sodass als Ergebnis ein schöner, homogener Faserverband entsteht. „Wir haben die Wirkstoffe ausgewählt, weil sie perfekt zur menschlichen Hautstruktur passen“, erzählt Stegmann. „Wenn die Hautbarriere nicht mehr intakt ist, reparieren die Pflegestoffe diese, sodass wieder eine gesunde, geschlossene Hautdecke entsteht.“

Der Wirkstoff bleibt trotz Waschen erhalten

Doch die Auswahl der Materialien war nicht die einzige Herausforderung, vor der Stegmann mit ihrem Team stand. „Wir mussten uns überlegen, wie wir den Wirkstoff auf die Innenseite des Strumpfes bringen, sodass er den größtmöglichen Hautkontakt hat“, berichtet sie. „Wir haben eine Rippenstruktur ausgewählt. So schaffen wir es, dass 60 bis 70 Prozent des Wirkstofffadens in der Innenseite des Strumpfes und somit direkt auf der Haut aufliegen.“ Und: Der Wirkstoff geht nicht nach wenigen Wäschen verloren, sondern bleibt bis zu 180 Wäschen erhalten.

VenoTrain® cocoon

> Hautpflege und Kompression in einem
> mit integriertem Cocoon-Pflegefaden aus Cellulose, Baumwolle und einem Lipid-Pflegekomplex
> in den Farben Black, Blue, Red und Silk

„Der Strumpf heißt Cocoon, weil wir die Eigenschaften mit einem Wort in Verbindung bringen wollten“, erzählt Stegmann. „Ich glaube, das ist uns gelungen. ,Umhüllung‘ passt perfekt zu diesem Strumpf“, sagt Gerti Stegmann abschließend.

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