„Das Vermächtnis meiner Frau lautet: Es geht weiter!“

Durchhalten ist oft die beste Therapie
People
3. Mai 2017
Bei Manfred Höhn läuft es nicht mehr „wie geschmiert“. Die Knie schmerzen, und er ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Doch eine Operation will er so lange wie möglich hinauszögern.

Arthrose. So lautete die Diagnose, nachdem sich Manfred endlich die Zeit nehmen konnte, um sich mit seinen Knieschmerzen auseinanderzusetzen. Während der langen Krankheit seiner Frau stand er ihr zur Seite und hatte sein eigenes Wohlergehen hinten angestellt. Gemeinsam hatten sie über zwanzig Jahre hinweg ein Auktionshaus in Leipzig aufgebaut, zwei Töchter bekommen und fast ein ganzes Leben miteinander geteilt. „Meine Frau war eigentlich DIE Fachfrau für Münzen aus DDR-Zeiten“, erinnert er sich. Dann erkrankte sie. Von nun an standen ihre Gesundheit und ihre Pflege im Vordergrund. „Die Schmerzen in den Knien habe ich einfach verdrängt und Tabletten geschluckt“, erinnert sich der heute 66-Jährige.

Irgendwann ging es los

Zum ersten Mal traten die Beschwerden auf, als Manfred Höhn seine Frau im Krankenhaus besuchen wollte. Sein täglicher Weg führte über einen leichten Berg, und irgendwann taten ihm die Knie beim Bergabgehen weh.

Zuerst habe ich es mit einfachen Bandagen versucht, die haben auch geholfen.

Doch nachdem seine Frau 2010 verstarb, fielen die täglichen Besuche im Krankenhaus weg, und der Witwer bewegte sich weniger. Durch die mangelnde Bewegung wurde jedoch der Knorpel im Knie immer schlechter mit Nährstoffen versorgt. Denn diese befinden sich in der Gelenkflüssigkeit und werden durch Be- und Entlastung in den Knorpel einmassiert. Eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wurde notwendig, um die rau gewordene Knorpeloberfläche wieder zu glätten. Danach folgte eine kurze Therapie mit Spritzen. Auch diese trugen zur Verbesserung bei, doch eine Heilung gibt es bei Arthrose nicht. Auf den Röntgenaufnahmen war schließlich das gesamte Ausmaß des Gelenkverschleißes zu sehen.

Die Gelenkschmiere ist im ganzen Knie weg

Bei einem solchen Befund ist ein künstliches Kniegelenk früher oder später unausweichlich. Doch diesen Eingriff kann man mit verschiedenen Methoden so lange wie möglich hinauszögern. „Mein Orthopäde meinte, Radfahren sei sehr gut. Das mache ich mit meinem Hometrainer. Und danach ist mein Knie wirklich beweglicher“, meint Manfred Höhn, „zum Glück arbeite ich die meiste Zeit am Schreibtisch. Da bedeutet meine Kniearthrose zumindest nahezu keine beruflichen Einschränkungen.“ Die Zeiten, die er im Auktionshaus wirklich stehen muss, sind kurz, außerdem helfen ihm seine zwei Töchter, mit denen er das Geschäft seit dem Tod seiner Frau zusammen weiterbetreibt.

Physiotherapie ist ein fester Bestandteil meines Lebens.

Um die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Kniegelenks zu verbessern und die Schmerzen zu lindern, ist die Physiotherapie ein erprobtes Mittel. „Es gibt verschiedene Übungen, die wirklich helfen.

Auch wenn es bei der Behandlung manchmal an die Schmerzgrenze geht, ein paar Tage später fühle ich mich wirklich besser – es tut einfach richtig gut“, berichtet der Münzhändler. Zusammen mit der Kniebandage ist er auf diese Weise zumindest arbeitsfähig – im privaten Bereich sind die Einschränkungen jedoch größer.

Ohne die tägliche Schmerztablette läuft nichts.

Obwohl Manfred aus orthopädischer Sicht alles tut, um der Arthrose entgegenzuwirken, muss er die Schmerzen zusätzlich medikamentös behandeln. Wandern, Schwimmen, Skilanglauf oder andere Sportarten sind für ihn im Augenblick nicht möglich. Längere Spaziergänge müssen mit Pausen eingeplant werden. Doch der Witwer hat sich daran gewöhnt und sein Leben seinen gesundheitlichen Gegebenheiten angepasst. Die Gartenarbeit hält ihn weiterhin in Bewegung, und seine Enkelkinder bringen ihn sogar richtig auf Trab. „Die Kleinen wollen toben und spielen. Ich sitze mit ihnen auf dem Fußboden, gehe mit ihnen raus in den Wald – da ist den ganzen Tag Action angesagt“, erzählt Manfred mit stolzem Opa-Lächeln. „Und mit meiner Kniebandage klappt das ganz gut, sie stabilisiert mein Knie und reduziert den Schmerz.“

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Kniearthrose sollte regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden

Gerade weil Arthrose nicht heilbar ist, sollte der Zustand des Gelenks kontinuierlich vom Orthopäden überprüft und behandelt werden, um eine Knieprothese so lange wie möglich zu verhindern. Durch Sportarten, bei denen die Gelenke entlastet werden – wie beim Schwimmen und Radfahren – sowie durch Physiotherapie und gutsitzende Kniebandagen kann der Verschleiß des Gelenks verlangsamt werden. Es ist wichtig, in Bewegung zu bleiben – trotz Schmerzen. Ein liebgewonnenes Hobby kann dabei eine große Hilfe sein. Bei Manfred Höhn sind es seine zwei Enkelkinder: Sie halten ihn auf Trab, und das tut ihm richtig gut.

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